zum Inhalt springen

In eigener Sache

Dr. Ingo Spahn studierte Chemie an der Universität zu Köln und promovierte 2007 auf dem Gebiet der Radionuklidproduktion in der Arbeitsgruppe von Prof Dr. Dr. h.c. mult. S. M. Qaim. Er ist heute Dozent im Fach Nuklearchemie und Wissenschaftler am INM-5 im Forschungszentrum Jülich.

 

Arbeitsgebiet

Nukleare Daten und Radionuklidentwicklung

Die Untersuchung nuklearer Daten und die Entwicklung von Methoden zur Radionuklidproduktion beinhalten sowohl grundlagen- als auch praxisorientierte Arbeiten ein. Ziel ist neben der Gewinnung einer tieferen Einsicht in nukleare Prozesse, eine effektive und effiziente Produktion von medizinisch relevanten Radionukliden. Dieser Arbeitsbereich behandelt ferner chemische und technische Aspekte der praktischen Radionuklidproduktion.

 

Forschungsprojekte

Eine unverzichtbare Voraussetzung für die radiopharmazeutische Forschung und Entwicklung ist eine effiziente Erzeugung von Radionukliden in hoher Aktivitätsmenge und radionuklidischer Reinheit. Neben den etablierten Radionukliden für Diagnostik und Therapie, finden in den vergangenen Jahren immer mehr neue Radionuklide Bedeutung für spezielle Anwendungen, wie Theranostik und bi-modale Bildgebung.

Dies erfordert die detaillierte Kenntnis der nuklearen Produktionsdaten, die Verfügbarkeit zuverlässiger Produktionstargets sowie schnelle und effiziente chemische Trennmethoden zur Isolierung der Radioisotope und Rückgewinnung hoch angereicherter Ausgangsmaterialien.

Die betriebenen Forschungsprojekte reichen von der Ermittlung theoretisch relevanter Kernreaktionsdaten und technischer Aspekte der praktischen Radionuklidproduktion am Zyklotron bis hin zur Qualitätssicherung.

Aufbauend auf der in der Vergangenheit geleisteten Pionierarbeit auf dem Gebiet der Nuklearchemie sollen neue radiochemische Trennverfahren entwickelt werden, die Einsatz in kommerziellen Target-Systemen finden sollen. Durch die Erforschung neuer Beschleunigeranwendungen soll das Spektrum der medizinischen Radionuklide als Grundlage für radiopharmazeutische Entwicklungen erweitert werden.