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Daniel Modemann

Forschungsschwerpunkte

Adenosin-Rezeptoren sind die biologischen Targets des natürlich vorkommenden Xanthins Koffein, welches die weltweit am häufigsten konsumierte Droge ist. Ligandmoleküle des Adenosinrezeptors bieten neben ihrem therapeutischen Potential in entsprechend markierter Form auch große Möglichkeiten in der nuklearmedizinischen nicht-invasiven bildgebenden Diagnostik.

Mit der Entwicklung von 8-Cyclopropyl-3-(3-fluorpropyl)-1-propylxantin ([18F]CPFPX) wurde ein Adenosin A1-Rezeptorligand gefunden, der es ermöglicht, diesen Rezeptortyp am lebenden Menschen mittels Positronen-Emissions-Tomographie (PET) zu untersuchen. Ein gravierender Nachteil dieser Verbindung ist jedoch ihre schnelle Metabolisierung und die damit verbundene relativ kurze biologische Halbwertzeit von etwa zehn Minuten. Zudem besitzt sie ein relativ hohes unspezifisches Bindungspotenzial, so dass zur Bestimmung der Rezeptordichte aufwendige biomathematische Verfahren erforderlich sind.

Das Ziel der Dissertation ist nun die Entwicklung eines zum CPFPX alternativen Fluor-18 markierten Adenosin A1-Rezeptorliganden mit verbesserten Eigenschaften für die in vivo Bildgebung mittels PET.

Aus einem möglichen Zusammenhang zwischen Bindungsaffinität und Funktionalität verschiedener Xanthinderivate sollen hierbei zunächst neue potentiell affine Adenosin A1-Rezeptorliganden erdacht sowie synthetisiert und auf ihre biologischen Eigenschaften hin untersucht werden. Anschließend soll ein vielversprechendes Derivat der charakterisierten Verbindungen für weitere Untersuchungen radioaktiv markiert werden.